Heise 30.07.2026
07:30 Uhr

heise+ | Von IMAX bis Ultra Panavision: Warum Filme schwarze Balken haben


Warum passen Filme eigentlich nie richtig auf den Bildschirm? Unsere Reise durch die Filmgeschichte erklärt die technischen und wirtschaftlichen Hintergründe.

heise+ | Von IMAX bis Ultra Panavision: Warum Filme schwarze Balken haben

Die Veröffentlichung von Christopher Nolans „Die Odyssee“ hat die Diskussion um Bildformate neu entfacht. Allein dieser eine Film läuft in fünf verschiedenen Seitenverhältnissen von 1,43:1 bis 2,39:1. Auch im Heimkino ist die klare Ordnung zerfallen: Früher signalisierten schwarze Balken meist großes Hollywood, während TV-Produktionen den 16:9-Bildschirm vollständig ausfüllten. Heute wechseln selbst Serien, Arthouse-Dramen und Blockbuster munter zwischen schmalen, breiten und fast quadratischen Bildern.

Die Extreme reichen vom hochragenden „Der Leuchtturm“ in 1,19:1 bis zum schmalen Sehschlitz von Napoleon (1927) in 4:1. Viele IMAX-Produktionen wechseln das Format sogar mitten im Film. Was früher vor allem aus technischer Notwendigkeit wie den Abmessungen des Filmmaterials, der Kameratechnik und der Kinoprojektion entstand, dient bei modernen Digitalproduktionen zunehmend als bewusstes Gestaltungsmittel.

Dieser Überblick reist zurück in die Filmgeschichte. Er erklärt, wie die wichtigsten Bildformate entstanden, welche technischen und wirtschaftlichen Zwänge dafür verantwortlich waren und warum heutzutage Streamingdienste und Smartphones neue Seitenverhältnisse wie 2:1 populär machen. Außerdem räumen wir mit dem Mythos auf, Open Matte erweitere das Kinobild einfach nach oben und unten, und klären, warum IMAX-Filme zu Hause nicht in voller Höhe erscheinen.